Wie wollen wir Ravensburg? Klimagerecht!

Seit Jahren setzen wir uns in Ravensburg für Klimagerechtigkeit ein. Der glücklichste Moment dabei war, als der Gemeinderat einstimmig den Klimakonsens beschloss. Dieser besagt, dass Ravensburg sein gerechtes CO2-Budget zum 1,5-Grad-Limit einhalten möchte und dafür angemessene Maßnahmen ergreift. Doch leider ist seitdem fast nichts passiert. Ravensburg hat sich nicht als Klimastadt, sondern als Stadt der bloßen Verbal-Ökologie hervorgetan: Also viel Reden - wenig Tun. An der Spitze der Misere steht als Ober-Verbalökologe der Oberbürgermeister Daniel Rapp, doch auch große Teile des Gemeinderats blockieren lieber als zu ermöglichen.
Auch bei sozialen Themen gibt es in Ravenburg ordentlich Nachholbedarf. Steigende Mieten, Leerstand, Kitagebühren und vieles mehr sind die Folgen.

Der einzige aussichtsreiche Kandidat bei dieser Wahl, ist für diese unsoziale Politik der letzten Jahre verantwortlich. Das kann man nicht so stehen lassen! Um Wähler:innen, die sich eine schnellere und sozialgerechtere Klimapolitik wünschen, sichtbar zu machen und der Opposition eine Option zugeben, habe ich, Samuel Bosch, mich für den 8. März in Ravensburg zur Oberbürgermeisterwahl aufstellen lassen.
Ich denke, man darf angesichts der Klimakrise nichts unversucht lassen - Das Thema Klimagerechtigkeit gehört auf den Tisch und in die Mitte der Diskussion!

Schaut euch das Wahlprogramm an. Gerne möchte ich auch OB Rapp dazu ermuntern, Ideen daraus anzunehmen!

Meine Vorschläge für eine soziale und klimagerechte Stadt Ravensburg:

Klimakonsens umsetzen

Sozialgerechtes Ravensburg

In Ravensburg stehen über 300 Wohnungen leer. Trotz steigender Mieten und Wohnraummangel hat sich seit Jahren wenig an der Anzahl geändert. Wir brauchen ein Städtisches Konzept, um Wohnungseigentümer zu unterstützen und zu motivieren, Wohnraum nicht einfach nur verfallen zu lassen.
Dies geht über eine:n städtische:n Leerstandsbeauftragte:n, die eine Übersicht über die leerstehenden Immobilien hat, Eigentümer:innen bei Renovierungen und Umwidmungsvorhaben unterstützen kann und auch Strafsteuern erhebt, sollten sie Häuser taktisch verfallen lassen (Tübinger Modell).

Wir brauchen kostenfreie Kitaplätze für Familien mit mittlerem und niedrigen Einkommen. Die Kitazeit ist häufig ausschlaggebend für den schulischen und sozialen Erfolg eines Kindes. Eltern sollten keinenfalls hohe finanzielle Last auf sich nehmen müssen, um gute frühkindliche Förderung und Unterstützung erhalten zu können. Grade da Eltern mit geringem Einkommen meist auf Grund von Schichtarbeitszeiten oder mehreren Mindestlohnjobs auf die KInderbetreuung angewiesen sind.

Verkehrswende

Stadt für alle statt für Autos

Wir wollen eine Stadt, in der Schulkinder und ältere Leute keine Angst haben müssen, sich fortzubewegen. Dafür braucht es einen autofreien Altstadtkern, flächendeckend Tempo 30 innerorts und mehr Spielstraßen. Zudem können wir mehr Platz für Radfahrer*innen schaffen, indem Straßen zu Radwegen umfunktioniert werden.
Autos verbrauchen pro transportierter Person zu viel von unserem gemeinschaftlichen Platz in der Innenstadt. Deshalb braucht es höhere Prakgebühren in Innenstadtnähe, auch von der ersten Minute an.
Die Schussenstraße möchte ich zweispurig machen und damit mehr Platz für Fußgänger*innen, Fahrräder und den Park schaffen.

ÖPNV statt Stau

Ob der nächtliche Heimweg von der Party oder der Versuch, ins Nachbardorf zu gelangen - jede Ravensburger:in kennt die Lücken in der Businfrastruktur. Um klimagerechte Mobilität allgemein zugänglich und zuverlässig zu machen, müssen wir diese dringend stopfen und die Taktungen erhöhen. Ich setze mich zudem für einen Nulltarif für alle Busse ein, also kostenloses Busfahren.
Langfristig möchte ich die Tram im Schussental wiederbeleben: Sie führte früher von der Weststadt über Weißenau, Weingarten bis nach Baienfurt.

Kein Molldiete-Tunnel

Der Molldietetunnel wird die Kapazitäten der B32 erhöhen und damit für mehr Autos auf den Straßen sorgen. Wer Straßen säht, wird Verkehr ernten und damit mehr Stau verursachen. Stattdessen brauchen wir kluge Lösungen wie mehr Park&Ride-Parkplätze, mehr Buslinien und kostenlose Bus-Tickets für Pendler:innen.

Energiewende

Photovoltaik auf allen städtischen und kirchlichen Dächern

Solarenergie macht uns als Region unabhängig und ist eine kostengünstige Möglichkeit, die Energiewende voranzubringen. Die Stadtverwaltung und die Kirchen sollten endlich mit gutem Beispiel voran gehen und die großen Dachflächen ihrer Gebäude effizient nutzen.

Geothermie für Nahwärme

Um unsere Wärmeversorgung von fossilen Energien unabhängig zu machen setze ich mich für Nahwärme aus Geothermie ein.

Ökologische Entwicklung

Auf Landesebene wird diskutiert Klimaanpassung zur kommunalen Pflichtaufgabe zu erheben. Das würde deutlich mehr finanzielle Mittel für Ravensburg als Stadt bedeuten, um sich auf kommende Hitzewellen und Überflutungen anzupassen.
Konkret bedeutet das eine Entsiegelung von Flächen, wo immer möglich, um die Entstehung von Hitzeinseln im Stadtbild zu vermeiden.
Außerdem die Wiedereinführung der unter OB Rapp abgeschafften Baumschutzsatzung, um die fürs Stadtklima wertvollen Bäume auch rechtlich schützen zu können.

Demokratie und Teilhabe

Verbindliche Bürger*innenräte für jeden Stadtteil